
Die Diskussion gab es eigentlich schon immer. Damals wurde sich schon zu Zeiten des Super Nintendos in Leserbriefen der Zeitschriften wie der ›Videogames‹ oder ›PC Games‹ die Gegenpartei gedissed. Heute findet dieser Krieg in diversen Foren im Internet statt. Aber worauf spielt es sich denn nun wirklich besser? Auf der Konsole oder auf dem PC?

Wie man sich hinsetzt, so spielt man.
Gab es im Jahre 2001 noch Überschriften wie PC-Spiele weiterhin top, Konsolen immer noch schwach sah es Jahre 2004 schon ganz anders aus: Konsolenspiele verkaufen sich besser als PC-Titel oder Konsolengames überholen PC-Spiele.
Lange Zeit vorher wurden die Konsolen durch den ehemaligen Marktführer Nintendo auf eine niedrige Altersgruppe beschränkt. Zwar gab es auch Ausnahmen und andere Firmen versuchten schon damals wie Sega andere Zielgruppen anzusprechen, was aber nie den durchschlagenden Erfolg hatte. Das von 0 – 99 Jahre Konzept von Nintendo funktionierte einfach. Es lag vielleicht auch an der Grafik, die durch die Technik selber sehr comichaft wirkte.
It’s inevitable that PC game sales will go down, but I wouldn’t think they would go down that precipitously. You want to see everything up. You don’t want to see anything down 12%.
Michael Pachter, an analyst who covers the video-game software industry.
Der PC hingegen hatte Titel wie Monkey Island, Wolfenstein, Doom I und II. Klar, da konnte man die Konsolen nur belächeln. Selbst als 12 Jähriger findet man natürlich die „Ab 16“ Spiele cooler als den knuddeligen Kirby in seinem Traumland. Aber es machte trotzdem Spaß. Spieleklassiker wie Super Mario Bros 3. oder Zelda – A Link To The Past sind bis heute gute Spiele – Doom oder Monkey Island auf dem PC natürlich auch.
Dann kam Sony und machte alles anders.
Was viele nicht wissen: Die PlayStation sollte ursprünglich ein AddOn für das Super Nintendo werden. Nur Nintendo ließ das Konzept fallen weil sie anscheinend das CD-ROM-Konzept nicht gut fanden. Squaresoft, die in Japan durch seine Final Fantasy-Reihe sich unglaublicher Beliebtheit erfreute und bis dahin exklusiv für Nintendo entwickelt haben, ärgerte sich über diese Entscheidung weil sie endlich das Speichermedium Modul hinter sich lassen wollten um ihre Geschichten endlich so erzählen zu können, wie sie sich das immer gewünscht hatten. Sony entwickelte dann auf eigene Faust die Sony PlayStation und gewannen Squaresoft als Entwickler – und veränderten nachhaltig die Videospielewelt.
Als Newcomer auf den Markt räumte man ihnen keine Chance ein zumal Sega vorher den Saturn auf den Markt brachten. Aber Sony entwickelte eine völlig neue Marketingstrategie: Die PlayStation sollte hip und cool werden und auch Erwachsene ansprechen.

PlayStation-Werbung überall.
Spielen auf PlayStation wurde plötzlich gesellschaftstauglich. Das festigte sich dann durch Titel wie Resident Evil oder WipeOut, die mithalfen das Videospielen als Freizeitaktivität erwachsen zu machen. Ich weiß noch wie ersteres keine Wertung in der Videogames bekam, weil es zu brutal war, aber durch die Blume gesagt wurde, dass es ein absolutes gutes Spiel ist. Das Nintendo 64 hingegen bot zwar überdurchschnittlich gute Spiele wie Mario 64 und Zelda – Ocarina of Time aber die Zielgruppe wurde ganz klar beibehalten und ohne das Medium CD haftete der Konsole trotz der besseren Grafik immer etwas veraltetes an.
Auf der Gegenseite wurde der PC technisch immer besser und durch das Internet, das eine ganz andere Art von Spaß bot, war die PlayStation zwar eine Alternative aber keine echte Konkurrenz für Leute wie mich. Aber dafür hatten die Konsolen ein neues und vor allem stylisches Image. Die PlayStation 2 mit dem eingebauten DVD-Player und Abwärtskompatibiltät zur PS1 bot dann 1999 zu einem Preis von 1000 DM Grafik vom Feinsten. Gran Turismo 3 und Final Fantasy X waren die Systemseller und platzierten die Marke noch weiter in den Bereich der >16-Jährigen. Alleine der Preis war schon eine harte Ansage aber sie fand trotzdem reißenden Absatz.
Military fears over PlayStation2.
BBC News am 17 April 2000
Lustig war auch, als die Nachricht durch die Presse ging, dass die PlayStation2 zu hunderten nach Afghanistan exportiert werden sollte aber die US-Regierung dies angeblich untersagte, weil sie Power der PS2 so gewaltig sein sollte, dass man eine Atomrakete damit lenken könnte. Eine abgefahrenere Meldung hätte man sich gar nicht wünschen können denn damit stand die Konsole zum ersten Mal öffentlich von der Leistung her in direkter Konkurrenz zum PC.
Die Mitbewerber im Konsolenmarkt in Form von Sega mit der Dreamcast, die ihre letzte Konsole werden sollte, Nintendo mit dem gefloppten GameCube und später Microsoft mit der PC-Konsole XBOX kamen nie an die unglaublichen Abverkäufe der PlayStation 1 und 2 heran.

Performancetester für den PC: So schön ist es nur MadOnions 3D Mark.
Der PC kam in der Zeit mit technischen Innovationen wie Pixelshader, Bump-Mapping und Texturkompression um die Ecke. Diese Features waren die ersten Jahren aber nur in Benchmarks und Grafikdemos der Hardwarehersteller zu sehen und später wurde davon auch nur selten in Spielen gebrauch gemacht weil sich kein Hersteller leisten kann, dass sein Spiel nur auf einer kleinen Menge der Rechner von Freaks läuft die sich diese Karten geleistet haben. Die XBOX bot diese Effekte später dann nahezu in fast jedem Spiel was auf ihr lief.
Wir halten fest: Der PC ist theoretisch Leistungsfähiger aber die Konsolen konnten zu dem Zeitpunkt grafisch mehr auf den großen Bildschirm mit der niedrigen Auflösung bringen. Ein weiteres Feature lernten die Konsolen in dieser Generation vom PC: Onlineplay. Die Dreamcast machte es vor mit einer online-spielbaren Version von Quake 3 – Arena und spielen wie Daytona USA oder Phantasy Star Online. Das alles mit identischer Hardware.
Ausgewählte Kommentare
13.885 Kommentare
Die XBOX360 wird sicherlich kaum von Kindern gekauft. Es gibt übrigens Poker für XBOX Live Arcade nur kann man da (noch) nicht mit echtem Geld spielen.
natürlich wird die x360 auch von kinder gekauft ! aber der größere teil sind die jugendliche sie über die spiele erwachen wirken wollen.
und diese Alterseinstufungen sind schon fast Magneten für diese zielgruppe .
Poker auf der 360 mit Spielgeld das passt hehe
Lustig ist, dass die Mehrheit der Xbox Besitzer gleichzeitig PC Gamer sind nach meiner Erfahrung (in meinem Umfeld ist es ohne Ausnahme so).
UT3 und Crysis (welches ich für schlecht halte) in der USA sind Call of Duty 4 und Bioshock, beides Titel die auch auf dem PC sich sehr gut verkaufen, worüber sich Ubisoft und Activision freuen, richtig. Übrigens bei Crysis dürfte nicht andere Produkte sondern die exorbitalen Anforderungen der Grund sein warum es sich schlecht verkauft, wie damals bei Ultima 9.
Meistverkauftes Spiel aktuell bei http://www.wog.ch (schweizgrösster Online Spielehändler) die PC Version von COD4, gefolgt von The Eye of Judgement (PS3) gefolgt von Mario Galaxy (Wii). Most Wanted: GTA4 für die PS3, WOW Adon (PC), GTA4 Xbox 360. Eine Quelle der ich vertraue.
Und bei den Veröffentlichung der Blockbuster kann ich nach wie vor kein Rückgang feststellen. Im Gegenteil die letzten 2 Monate waren auf dem PC so ergiebig wie noch nie in meiner langjährigen Gamerkarriere.
übrigens most saled Games:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_best-selling_video_games#Top_PC_sellers_by_genre
Zusammengefasst:
Xbox: Halo 2 8 Millionen
360: Halo 3 5 Millionen
NES: Mario 40 Millionen
SNES: Super Mario 20 Millionen
N64: Mario 64 11 Millionen
Cube: Smash Brothers 6 Millionen
Wii: Wii Play 6 Millionen (Wii Sports nicht gerechnet)
Gameboy: Tetris 33 Millionen
GBA: Pokamon Saphire 13 Millionen
DS: Nintendogs 16 Millionen
PS1: Grand Turismo 11 Millionen
PS2: Vice City 15 Millionen (evt. PC Version mitgerechnet)
PS3: Restinance 2 Millionen
PSP: Moster Hunter 2 1.6 Millionen
ATARI: Pac Man 6 Millionen
PC: The Sims 16 Millionen
Man sieht es ist nach wie vor Nintendo die den Ton angeben.
Du hast den Gamestar-Artikel nicht gelesen, stimmts?
@Marc: Die XBOX verkauft sich wie blöde? In dem Fall hat sich die PS3 auch wie blöde verkauft, denk mal drüber nach.